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Was nun
Asatru ist, wie es sich definiert, all das findet Ihr in der Bibliothek
unter *Asatru*. Aber vorneweg sei Asatru ein eigenes Kapitel
gewidmet.
.. dem Mainstream ist alles was mit Runen und Germanen zu tuen hat noch
immer suspekt, da bebt am duster verhangenen Gewitterwolkenhorizont zu
sehr noch die Assoziation der juengeren, deutschen Geschichte und die Vereinnahmung
germanischer Mythologie durch den Nationalsozialismus . Erst in
den letzten Jahren lockern sich die Vorurteile, schafft
Auseinandersetzung Klärung und Transparenz, sind die Pfade der
Ahnen (wieder) beschreitbar. Langsam, zaeh, traege
und schwerfaellig und dennoch gibt es immer mehr Raum, zu sagen: *Ich
bin auf den Spuren der Ahnen, fuehle mich den Ahnengoettern, den
germanischen Goettern zugehoerig*.
In einer jungen Wiege wird
eine Alte Religion neu geboren. Traurig indes ist, dass sich nun
bereits diverse Fraktionen um diese Wiege kloppen, sie als Spielball
missbraucht zur Farce ihrer Selbst mutiert. Da wird die Religion zum
Wurfgeschoss im Neurosenkrieg und okkupiert, was sich etablierter
Definition entzieht. So spaltet sich Asatru in diverse
Fraktionen, ja fast Fronten. Da gibt es jene, die ihren Glauben aus
literarischen Werken (den Eddas) ableiten und selbige zu ihrer Bibel
erkueren. Andere, die sich zwar als religioes bezeichnen, in dieser
Rueckbindung jedoch goettliche Existenz verneinen. Dann gibt es
jene, fuer die Asatru eine Lebensphilosophie ist, andere germanisches
*Erbe*, es gibt Liberale aber auch dogmatische. Die vielen
rechthaberischen, Monopol beanspruchenden Fronten stellen eine grosse
Gefahr fuer Asatru dar. Hier wird ein Begriff/ eine Religion zur
Selbstprofilierung missbraucht und eine Kraehe hakt der anderen ein
Auge aus, vergessend, dass sie irgendwann allein auf
blutig-leergefegtem Felde einem Uhu oder dem Jaeger mit dem
Schiessgewehr gegenueberstehen wird... -
Ich selber bezeichne mich als spirituelle Asatru, zolle jedoch jedem
anderen, individuellen Wege (insofern er die Grundrechte des Menschen
achtet) Respekt. Jedem/ jeder sei es selber ueberlassen, welchen Weg
er/sie zu den Goettern findet. Ob nun rein ueber Gedichte, auf
schamanischem Wege, oder einfach ueber intensives Naturerleben. Wichtig
ist und es zaehlt, wir sind Brueder
und Schwestern im Herzen - frei von der Art unseren Glauben an die
Goetter zu leben, frei von Herkunft, Hautfarbe und Nationalitaet.
Um es mal ganz platt zu
kennzeichnen: Aus den Grassamen wird nie eine
grosse Wiese, wenn sie sich gegenseitig ausrupfen, was bleibt ist oeder
Acker. Ich wuensche mir fuer Asatru, dass eben
die Grundwerte des Miteinander und der Loyalitaet in den Herzen
erwachen und wir uns an den Haenden nehmen, wir uns in all unseren
Unterschiedlichkeiten statt zu bekaempfen ergaenzen, dass viele bunte Faeden sich zu einem grossen Bilde
weben.
Ein Haus besteht aus vielen Komponenten - ebenso wie eine Religion.
Bitte,
Bruder, singe mir einen Skaldenvers,
Schwester, berichte mir,
was Dir Freyja fluesterte,
ja, Muetterchen, koche fuer die Sippe,
ja, Vaeterchen, erzaehle uns von den Alten
Zeiten,
komm Sohn und hilf dem blinden Onkel sehen
und ich, Falkin, ich tanze fuer
Euch,
waerend ein
anderer die Trommel schlaegt
und die Sippe sich am Grossen Feuer
einfindet..
Die
Blinden und der Elefant
Es waren einmal fuenf Weise. Sie alle waren
blind.
Diese Gelehrten wurden von ihrem Koenig auf eine Reise
geschickt und sie sollten herausfinden, was ein Elefant ist.
Und so machten sich die Blinden auf die Reise und sie kamen an einen
Ort,
von wo sie zu einem Elefanten gefuehrt wurden.
Die fuenf
Gelehrten standen nun um das Tier herum und versuchten, sich durch
Ertasten ein Bild von dem Elefanten zu machen.
Schliesslich kehrten sie zu ihrem Koenig zurueck, um ihm ueber den
Elefanten berichten.
Der erste Weise hatte am Kopf des Tieres gestanden und den Ruessel
des Elefanten betastet.
Er sprach: *Ein Elefant ist wie ein langer
Arm.*
Der zweite Gelehrte hatte das Ohr des Elefanten ertastet
und sprach: *Nein das stimmt nicht, ein Elefant ist vielmehr wie ein
grosser Faecher.*
Der dritte Gelehrte hatte ein Bein des Elefanten beruehrt und sprach:
*Aber nicht doch, was für ein Unfug, ein Elefant ist wie eine
dicke Saeule.*
Der vierte Weise, der den Schwanz ertastet hatte, sagte:
*Also ich finde, ein Elefant ist wie eine
kleine Strippe mit ein paar Haaren am Ende.*
Und der fuenfte Weise hatte den Rumpf beruehrt und berichtete seinem
Koenig:
*Alles verkehrt, ein Elefant ist wie ein riesige Masse, mit Rundungen
und
ein paar Borsten darauf.*
Nach diesen widerspruechlichen Äusserungen fuerchteten
die Gelehrten den Zorn des Koenigs,
konnten sie sich doch nicht
darauf einigen, was ein Elefant wirklich ist.
Doch der Koenig laechelte weise: *Ich danke Euch, denn
ich weiss nun, was ein Elefant ist:
Ein Elefant ist ein Tier
mit einem Ruessel, der wie ein langer Arm ist, mit Ohren,
die
wie Faecher sind, mit Beinen, die wie starke Saeulen sind,
mit einem Schwanz,
der einer kleinen Strippe mit ein paar Haaren
daran gleicht und mit einem Rumpf,
der wie eine grosse Masse
mit Rundungen und ein paar Borsten ist.*
Die Gelehrten senkten beschaemt ihren Kopf, nachdem sie erkannten,
dass jeder von ihnen nur einen Teil des Elefanten ertastet
hatte
und sie sich zu schnell damit zufriedengegeben hatten.
nach Mowlana
Spasseshalber kann hier Ruessel, Ohr, Bein, Schwanz
und Rumpf durch die verschiedenen
Ansaetze des und Elefant mit Asatru ersetzt
werden.....
....und dann lautete das Ende:
Die
Gelehrten senkten beschaemt ihren Kopf, nachdem sie erkannten,
dass jeder von ihnen nur einen Teil des Asatru ertastet
hatte
und sie sich zu schnell damit zufriedengegeben hatten.
....
Demnaechst
wird hierzu Michael vom
Astruring
Frankfurt mehr und ausfuehrlicher
berichten.
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