WOLFSMOND
Dunkles Licht in Alter Seele
Disennebel, winde, schwele
auf der Lichtung Mondbeschienen
singt ein Wolf ein altes Lied
Von den Feuern auf den Wassern
von den Winden auf den Seen
singt von jenen Urgestalten
die doch nur das Wolfsaug sehen
Sein Gesang durchdringt die Nacht
beschwört, erinnert, rüttelt wach
ruft die Alten aus den Nischen
und die Antwort echot tausendfach
Vierfüßger Wanderer oh Dein Zauber
hebt auf die Grenzen aller Zeit
öffnet weit die Pforten aller Welten
bietet Hel.s Scharen das Geleit.
Tod und Leben sich vereinen
tanzen wild im Mondenschein
bilden einen Reigen um ihren König,
der zum Sterben ist bereit.
Und die Elfenkönigin hebt das Zepter
schenkt dem König jenen letzten Kuss
der ihn schickt auf seine dunkle Reise
über Sternenmeer und Feuerfluss.
Altes Jahr Du bist vergangen
Altes Feuer zu Asche verglomm
doch die Liebe zündet einen Funken
und das Neue Jahr hat nun begonn.
Dunkles Licht in Alter Seele
Disennebel, winde, schwele
auf der Lichtung Mondbeschienen
singt ein Wolf ein altes Lied.
Wolfsmond © Falkin Samhain 2008 |