Asatru ART Falkin Freyjas Feuer


Freyjas Feuer

Feuer
Flamme
lodernd Blick
vertieft in Deine Augen
es gibt kein Zurück
Du entzündest den Funken
Herdmutter mein
füllst mein Herz mit Liebe
linderst alle Pein
Dich rufe ich an
tauche tief in Dich hinein
tränenschöne Kriegerin
lass von Deinem Feuer mich küssen
auf Deinen Schwingen
die niederen Grenzen des Ego bezwingend
steige steil aus den Tiefen des Seins ich empor
lustvoll der Schrei des Falken
durchdringt alle Welten,
mahnend, er-innernd, frey - ja

© Falkin 2008

Odinskind

... im tiefen Fall
da ward verloren alles was ich bin
jene Rüschen, Zirbeln, Schrunden
jener alten schlechtverheilten Wunden,
jener Spuren, die das Leben schrieb
in vielen eitlen Episoden
die wie eines Schwertes Hieb
ihre blutigen Bahnen zogen
auf dem weißen Seelenleib.

...auf einem kargen Ästlein Yggdrasils
verloren, nackt, jeder Illusion beraubt
kauer fröstelnd ich in den kalten Weiten
mag keinen Schritt mehr tuen, nicht weiterschreiten
Mein Blick ist von den vielen Sichten blind.
Hier bin ich Wodanaz, Allvater
Dein nacktes, dummes, töricht Kind
hast mir genommen, alles, was ich bin
selbst die Hoffnung jemals mehr zu sein
als eine Närrin meines Pfades.

Mein Tränenfeuer ist längst erstickt
schaff kaum mehr meinen Kopf zu heben
hab in mir keine Hoffnung mehr,
kein Funken, kein leidenschaftlich Streben,
bin müde, meiner Kraft beraubt
Das einzige was mich am Leben hält
ist ein Herz, dessen Stimme mit jedem Schlag
Deinen Namen haucht: Wodanaz, Allvater..
Odin tönt es tief aus meinem Innen

Sinn habe ich vergebens gesucht
in jenen weitverstrickten Labyrinthen
durch die ich irrte, rannte, atemlos
und auch im Verharren nie erkannte
was mich in dieses grausame Schicksal bannte
und dennoch nehm all dies ich an
denn jeder Schritt auf meinem Dornenweg
und jener Nornenstrick um meinen Hals gelegt
führt hin zu Dir, zu Dir

(...gedankengesplitterte Mega-Rohversion): ©Falkin












Tradition meint nicht Asche verstreuen, sondern das Feuer weiterreichen