Zauberhaftes



Allen Edeln gebiet ich Andacht,
Hohen und Niedern
von Heimdalls Geschlecht;
Du willst, Walvater,
dass ich wuerdig dir kuende,
Die aeltesten Sagen,
der ich mich entsinne.

20.04.08 wird fortgesetzt



Magische Funktionstraeger in Praxis und Mythen


Vala/ Spaemen

..die-/derjenige, dier die Zukunft schaut - mittels Runen, Knochen und/ oder zeitgenoessischen Divinationsmitteln (Tarot, Pendel, Astrologie, Geomantie)

Vitiki - Vitkar

Bezeichnung fuer maennliche Zukunftsschauer, die sich des Galder= Zaubersanges bedienen

Gode-Drotter

eigentlich der/ ein Priester, welcher den Titel nach absolvierter Ausbildung und Anerkennung durch die Sippe zu tragen berechtigt ist.

Skalde

der/ die LiedersaengerIn, PoetIn, jene-r, der/die das rechte Versma beherrscht, die Energien sichtbar macht, der/die singende DichterIn

Gydia  Goetterverbundene. Sie ist die hoechste und maechtigste aller Priesterinnen und fuehrt alle wichtigen Rituale fuer die Gemeinschaft aus und ist geistige Fuehrerin und Lehrerin. Sie kann sich einer oder mehrerer Gottheiten weihen und steht mit diesen i direktem Zusammenhang. Ihre Ausbildung umfat grundlegend alle (religioesen) Kategorien, wobei sie sich auf einige spezialisiert.

Fjolkunnigkona/ Fjolkyngi  Hebamme, Heilerin. Sie ist eine Kraeuterwissende und ihre Hauptaufgabe ist die medizinische Versorgung. Sie kennt sich nicht nur in koerperlichen Krankheiten aus, sondern behandelt auch geistige Krankheiten. Sie behandelt nicht nur Menschen, sondern auch Tiere, Pflanzen und Geistwesen. Als Fjolkyngi entscheidet sie ueber Leben und Tod.

Volva  Prophetin/ Seherin/ Zauberstabtraegerin. Die Volva ist die weibliche Form des Gardar und Fioelkunning und vereint alle magischen Kuenste in sich.

Valkyria  Reiterin, die die gefallenen Toten nach Walhalla bringen und ihnen dort zu Diensten sind. In Voluspa 30, ist Skuld die einzige der drei Nornen, die auch als Valkyrie benannt wird. Urd und Verdandi werden an keiner einzigen Stelle der Sagas als Valkyrien bezeichnet: Grimnismal 36 : Hrist, Mist, Skegghol, Skogull , Hildr, Thrudr, Holokk, Herftjutur, Goll, Geirolu, Geirromul, Gerahod, Randgridr, Ragridr, und Reginleifr. In anderen Quellen werden genannt: Hjorthrimul, Sanngridr, Svipull, Gudr und Gondull; die Thulur fuegt Herja, Geiravor, Skuld, Geirrondul, Randgnid, Geirskigull, Hrund, Geirdriful, Tanngnidr, Sveid, Thogn, Hajlmthrimull, Thrima und Skamold hinzu. Andere Valkyrien aus Dichtungen sind: Sigrin, Kara (Helgakviadra Hundingsbaan II), Svafa (Helgakvidra Hjorvardrssonar) und Brynhildr (Gripsspa).

Disir / Idisir  (Todes)engel; variiert aber stark von der Bedeutung von Region zu Region. Die Urspruenge der Disir/ Idisir gehen auf vergoettlichte weibliche Ahnen zurueck. Die wohl bekannteste Bedeutung ist die der Stammesschuetzerin oder Schicksalslenkerin. Sie sind der Diviniation und Zauberei kundig und sie besitzen die Faehigkeit Heerfessels zu binden oder zu loesen.

Spadisir  Traumfrau; sie treten in den Traeumen /Zwischenwelten von Kriegern und Elden auf und vermitteln den kuenftigen (Lebens)pfad ( Asmundar saga kappana 8). Die Traumfrauen tauchen in der islaendischen Glaubenswelt auf und deren Bedeutung basiert auf ungenauen Erinnerungen der Nornen (Simek,  S. 349).

Galdrakona  Singfrau; weibliche Form des Skalden, jedoch Lieder mit magischem Inhalt (z.B. Besprechen von Krankheitssymtomen). Sie ist, wie der Skalde, auch Bewahrerin des muendlich ueberlieferten Wissen, Dichterin und Musikerin. Durch die Macht des von ihr gebildeten Wortes gehen Erinnerungen nicht verloren und werden von Generation zu Generation weiter gegeben.

Heidr  Hexe; im Sinne unseres heutigen Verstaendnisses von Hexe. Neben dem Wissen der Fjolkyngi beherrscht sie das Wissen einer Shamanka und entscheidet auch ueber Leben und Tod, allerdings auch im spirituellen Sinn.

Shamanka  Shamanin. Sie ist eine religioese Spezialistin, die durch unterschiedliche Techniken wie ekstatischer Trance oder Drogen als Wanderin  zwischen den Welten auftritt. Sie ist Kontaktperson und Vermittelt zwischen Geistwesen, Goettern und Menschen. Sie kann ihren Koerper als Huelle zur Verfuegung stellen, um Wesen des Zwischenwelten einen zeitlich begrenzten Zutritt zur menschlichen Welt zu ermoeglichen.

Draumkonur  Traumfrau. Die Draumkonur ist faehig durch ihre Traeume Weissagungen und Deutungen zu machen.

Seidrkona/Spakona  Seherin. Die Seidrkona ist ein weibliches Orakel und magisch wirkende Frau. Sie beherrscht die Magie des seidr - singens (gesungene oder gesprochene Formeln, die durch eine Art Trance Dinge bewirken).

Vitkar  Wissende. Die Vitkar hat das Wissen ueber die Goetter und wei, wen sie zu welchem Problem heran ziehen kann. Sie kennt einfache Rituale und kann als unterstuetzende Kraft den einzelnen Priesterschaften beiseite stehen. Die Vitkar hat sich noch nicht fuer einen spirituellen Weg entschieden.

Seidmann- Seidfrau

jene-r, der/ die mittels Zaubergesang und -stab den Zauber wirkt. Zauberin = Seidkona, Zauberer= seidmenn, seidmadr;



Rituale

Blot

Als Bloz oder Blot (ahd. bluoz, an. blot, aeng. blot) wird das germanische Opferfest bezeichnet. Etymologisch leitet sich das Wort von dem indogermanischen bhladblozen oder bloten (ahd. blozan, an. blota, aeng. blotan) bedeutet demnach soviel wie  eine Gottheit staerken . (Eine unmittelbare Verwandtschaft zu  Blut , wie immer wieder behauptet wird, besteht nach derzeitigen sprachwissenschaftlichen Kenntnissen nicht.) Das dargebrachte Opfer (ahd. bluostar), mit dem die Asatruar ihre Beziehungen zu den jeweiligen Gottheiten intensivieren wollen bzw. mit dem sie die entsprechenden Gottheiten staerken wollen, steht in einer bestimmten Beziehung zu den jeweiligen Goetern und wird u. a. in Form von Nahrungsmitteln, Kunstgegenstae¤nden und Gebildegebaeck dargebracht. Haeuser oder Tempel, in denen die Goetter geblozt wurden, nannte man im Althochdeutschen  plozhus  ( Blozhaus ), wobei heute, in Ermangelung von bestehenden Tempeln, oftmals im Freien geblozt wird. Volksetymologisch leicht abgewandelt findet man in dem Namen  Blocksberg  (Blozberg) das Bloz wieder. ( geschwollen ) ab. Eine Gottheit zu

Sumbel

Das Sumbel (an. sumbl, aeng. symbel, as. sumbal) ist vereinfacht gesprochen ein ritueller Umtrunk bzw. ein rituelles Trinkgelage. Grob umrissen laeuft ein Sumbel wie folgt ab: Es wird im allgemeinem von einem Sumbelgeber (as. symbelgifa) eroeffnet, geleitet und beendet. In der Mitte der Teilnehmer befindet sich ein Kessel, welcher mit Met oder ael gefuellt ist. Nach der Weihe des Kessels wird ein Trinkhorn mit dem Trank aus diesem Kessel gefuellt. Anschlieend kreist dieses Trinkhorn unter den Teilnehmern des Sumbels, wobei es von einer Schankmaid weitergereicht und bei Bedarf aufgefuellt wird. In der ersten Runde erfolgt durch das aeuern von Trinkspruechen ein Minnetrinken auf die Goetter. In der zweiten Runde gedenkt man der verstorbenen Angehoerigen. Waehrend der dritten und den folgenden Runden werden von den Teilnehmern Eide geschworen, Geluebde abgelegt und Lieder oder Gedichte zum Besten gegeben.

Gebet

Das Gebet ist, wie der Name sagt, eine Bitte, die an die Goetter gerichtet ist. Gebetet wird im allgemeinen in aufrecht stehender Haltung mit erhobenen, zu den Seiten ausgebreiteten Armen. Die allgemeine Gebetsrichtung ist Norden, falls man sich nicht unmittelbar an die jeweilige Gottheit wendet.

Galster

Galster (ahd. galstar, aeng. gealdor, an. galdr) ist eine Art des rituellen Gesanges oder Dichtens unter Verwendung des Stabreimes bei stark parallelistischem Versaufbau.

Seidr

Aus germanischen Quellen ist der Begriff der Seidr-Magie ueberliefert, was soviel wie sieden, brodeln bedeutet.




Anrufungen

Der Asatru-Gottesdienst wird oft Blot genannt und in ritualisierter Form begangen. Der Gottesdienst kann alleine oder in der Asatrugemeinde, dem Kindred, begangen werden. Die Anwesenheit spezieller Priester (z.B.: Godhi oder Gydhia) ist nicht notwendig. Das Blot kann von jedem asentreuen Menschen ausgefuehrt werden. Das Blotritual besteht normalerweise aus der Segnung des Hains oder des Heims mit dem rituellen Hammer durch das Hammerzeichen in die vier Windrichtungen, die Eroeffunung durch eine kurze Einfuehrung ueber den Zweck des Gottesdienstes und der Lesung aus einer Saga zu diesem Thema, einem kurzen Kommentar zum Thema, der Anrufung der Goetter bei Namen und Beinamen, dem Eingiessen des Mets in das Horn und seiner Segnung, dem rituellen Hornumtrunk, der Weihung des Mets mit Ausgiessen als Opfer und letztlich der Schliessung des Gottesdienstes. Dieses Ritual wird dem entsprechenden Festtag (Jul, Ostern, Mittsommernacht, etc.) thematisch angepasst.

Heil dir, Tag!
Heil euch. Tagsoehne!
Heil, Nacht und Nachtkind!
Mit holden Augen
Schaut her auf uns
Und gebt uns Sitzenden Sieg!
Heil euch. Asen!
Heil euch, Asinnen!
Heil dir, fruchtbare Flur!
Rat und Rede
Gebt uns Ruhmreichen beiden
Und Heilkraft den Haenden!
(Gebet aus dem Sigrdrifusmal)
Die Erde bitt ich und den Oberhimmel
Erke, Erke, Erke, der Erde Mutter,
Es goenne Dir der Allwaltende
aecker wachsend und aufspriessend,
Voll schwellend und kraeftig treibend
Und der breiten Gerste Fruechte
Heil sei Dir, Erdflur, der Irdischen Mutter
Sei Du gruenend in des Gottes Umarmung,
Mit Futter gefuellt den Menschen zu Frommen.
(angelsaechs. Anrufung ca 1000 n Zeitrechnung)
Heil dir Tag, Heil euch Tagessoehnen,
Heil dir Nacht und nährende Erde:
Mit unzorngen Augen schaut auf uns
Und gebt uns Sitzenden Sieg.

Heil euch Asen, Heil euch Asinnen,
Heil dir, fruchtbares Feld!
Wort und Weisheit gewährt uns Edeln zwein
Und immer heilende Hände!
(c)Sigrdrifumal (Simrock)

Wir reinigen die Stelle, wir reinigen den Ort,
Hier wollen wir halten, unseren Blot'.

Das Schwert gehalten nach Osten, dem Boesen zu trotzen;
Das Schwert gehalten nach Sueden, wider den Luegen;
Das Schwert gehalten nach Westen uns allen zum Besten;
Das Schwert gehalten nach Norden die Freiheit besorgen.

Das Schwert zum Himmel gehalten wo die Goetter walten;
Das Schwert zum Boden gebracht,
wo es als Egge die Furche uns schafft!
  (c) G. Wilsdorf
Ich will den Gott nicht, der den Frieden gibt,
ich will den Gott nicht, der in Mauern wohnt,
ich will den Gott nicht, der unsichtbar thront,
ich will den Gott nicht, der das Recht verschiebt.
Ich will den Gott nicht, der die Demut lohnt,
ich will den Gott nicht, der den Sklaven liebt,

denn ich bin Herr, vor meiner Faust zerstiebt
alles, was seine falsche Milde schont!

Ich will den Gott im gruenen Eichenkleid,
ich will den Gott, der dumpf im Donner schreit,
ich will den Gott, der lichten Lenz mir buergt,
und will den Eisgott, der die Sonne wuergt,
ich will den Gott, der Blitzes Peitsche schwingt,
der meines heil’gen Waldes Sturmlied singt.
(c) R. Hohlbaum, ’Wittekind’
Wir rufen Dich, der du Grim heisst,
Herrscher und Helmtraeger,
Walvater, Allvater,
Grimur, Jalk, Wegtam,
Haptagott, Herian, Oski,
Wunschherr, Graubart,
Biflindi, Har, Omi,
Siegvater, Odin, Wotan,
... deine Ankunft Hoffnung spendet, auf dass dein Sohn das Schicksal wendet!
(c) Eiwatz.de
Um Odins Macht ich bitte,
Odins Macht nach alter Sitte
Weihe diesen Ort dem heilgen Kult,
Den Asen und Alben, die uns huld,
den Wanen und weisen Zwergen
in Alfheims Auen und Midgards Bergen,
auch Ask und Emblas Soehnen,
den Starken, und Toechtern, den Schoenen.
Moege Odins Schutz hier walten
Bis das heilge Blot gehalten!
Wodanaz, Walvater,
wirkende Wut,
bring Einfall dem Dichter
und Speeren ihr Blut.
(c) H.Stucken
RITUS DER WILDEN JAGD
Ritualaufbau: Stab » Trommeln • Kelch mit Sakrament.
Ritualablauf:
Hammarritus oder Gnostische Bannung.
Sitzkreis mit Trommeln.
Der Priester tritt in die Mitte des Kreises, hält den Stab hoch und ritzt
die Rune ISA ein. Daraufhin zieht er am Boden die Rune HAGALAZ mit
dem Stab, und steckt ihn in der Mitte in den Boden.
Die Teilnehmer intonieren und stellen: "WUNJO, EIWAZ."
Anrufung Odins in seinem Aspekt des wilden Jägers.
9 Trommelschläge.

"Odin, Odin, Odin, Odin
Wotan, Wotan, Wotan, Wotan
Durchflute uns mit deiner Kraß
Zeige dich als wilder Jäger,
Jage in uns durch die Wälder.
Schattengleich, wie Traumgestalten
Tosend wilde Heerschaar."

Währenddessen trommeln die Teilnehmer und intonieren in beliebiger
Reihenfolge: "WUNJO, EIWAZ, ALGJZ. "
Es beginnt ein ekstatischer, invokatorischer Kreistanz, bis ein
Teilnehmer aus dem Kreis ausbricht und den Stab ergreift. Er führt die
wilde Jagd durch den Wald an. Erst wenn der Stabträger spielerisch
gefangen wird, gibt er den Stab an den nächsten Teilnehmer ab, der nun
seinerseits die wilde Jagd kreuz und quer durch den Wald führt.
Der letzte Stabträger stößt den Stab wieder in den Boden, bevor er ihm
abgenommen wird. Alle laufen im Kreis um den Stab, während sie die
Konzentration und Ballung der Energie im Kreis visualisieren. Auf ein
Handzeichen des Priesters stoppt die wilde Jagd. Im Zustand größter
Spannung schleudern die Teilnehmer die aufgestaute Energie, gleichzeitig
mit einem Wort der Kraft, auf das Kommando des Priesters: "3 - 2 - l" -ins
Kreiszentrum.
Im Zentrum steht der Kelch mit dem Sakrament, das nach der Ladung an die
Teilnehmer verteilt wird. Bannung durch Lachen.
Danksagung, Entlassung
Hammerritus oder Gnostisches Pentagrammritual.
* Dieses Ritual wurde in Gruppenarbeit eines lOT-Tempels entwickelt.
(c) Frater 777 - Handbuch der Chaosmagie

Rabengott, Herr der Woelfe, Einaeugiger Weiser - hoere mich!
Opfergott, strahlender Siegvater, Gungnirs Herr - hoere mich!
Loeser der Fesseln, erster Runenmeister, Totengott - hoere mich!
Dunkler Wanderer, aeltester Zauberer, Walvater,
komm von Hlidskjalf herab zu diesem Heim!
Nimm Sleipnir, den schnellen Grauen, eile herbei,
ich rufe dich!
Dich will ich ehren mit diesem Horn voll hellem Met.
Sei willkommen, Nachtjaeger, Wotan!(c) Stilkam

Oh Odin -
Du Odem aus der ewigen Stille
durchwehe unsrer Seele Grund
und gib des Segens reiche Fuelle
dem Dir geweihten Glaubensbund!
Lass Weisheit, Mut und Staerke gruenen,
lass leuchten hell Dein Angesicht,
dass wir Dir gern und freudig dienen,
und treu erfuellen unsere Pflicht!
(c) J.-H. Wehmer


Lass Heervater
um Huld uns bitten!
Er vergilt und gibt
Gold den Seinen:
Hermod gab er
Helm und Bruenne,
schenkte Sigmund
ein Schwert zu eigen.
Gibt Sieg den Soehnen,
Besitz den Schnellen,
Rat und Rede,
Recken vielen,
Fahrwind den Degen,
Dichtkunst Skalden,
gibt Mannesmut
manchem Helden.

Odinn - Odinn - Odinn

Odin, du Dichtergott, geselle dich zu mir(uns).
Odin, du Gott der Magie, geselle dich zu mir(uns).
Odin, du Runengott, geselle dich zu mir(uns).
Odin, du Goettervater, geselle dich zu mir(uns).
Odin, Burrs Sohn, geselle dich zu mir(uns).
Odin, Bestlas Sohn, geselle dich zu mir(uns).

Alfoedr - Alfoedr - Alfoedr (Allvater)
Rabengott, Wolfsgott, geselle dich zu mir(uns).
Odinn - Odinn - Odinn
Heilir Aesir, heilar Aesynjur, og oell ginnheiloeg god
Odinn - Sei mein (unser) Gast."

Hinweis des Autors: Mit dieser Anrufung, laedt man Odin zu einem Ritual ein. Es laesst sich auch gut als Einstimmungsritual zum Gebrauch der Runen anwenden.
(c) Ragnarr Odinsson
Heil Euch,
Ihr Asen, Wanen, Elben und Idisen!
Wir rufen Euch zum Winterblot
und laden Euch zu Met und Brot.
Wir bitten Euch um Freundschaft und Frieden -
fuer uns und unsere Lieben.
Moege Euer Schutz hier walten,
bis das heilige Fest gehalten.
"Und sie (Bor und Bestla) hatten drei Soehne: der erste hiess Odin, der zweite Wili, der dritte We. Und ich glaube bestimmt, dass dieser Odin und seine Brueder die Lenker von Himmel und Erde sind. Wir sind der Meinung, dies sei sein Name; so heisst der Mann, den wir als den groessten und beruehmtesten kennen, und ihr koennt ihn bestimmt auch so nennen."
Prosaedda, Gylfaginning, Snorri Sturluson (Haeny)
"Odin heiss ich jetzt,
hiess einstmals Schrecker,
hiess vor Zeiten der Zuernende,
Einschlaefrer, Fessler:
mich duenkt, dass alles dies
einzig mich nur meint."
Grimnismal 48, Liederedda (Genzmer)

Freyr

"Heil sei dir, Erntegott,
Blotgud Svía!
Aus deines Naehrers Halle Noatun
zog’st du aus in Albenheim zu herrschen.
Regenschauer und Sonnenschein
sendest du Midgard,
wo Menschen zu dir rufen, Fro Ing!
Offenbare dich in nachtdunklen Waeldern des Nordens,
wo Gullinburstis Gesippe lebt,
und in lichten Laubhainen des Suedlands,
ueber die weisse Wolken eilen
wie Skidbladnir mit geblaehtem Segel.
Freier Gerds, goenne auch uns Lust und Liebe
und schoene Jahre in Joerds Schoss.
Koenig des Landes, fuelle die Kornkammern uns.
Gewaehre uns starken Stand in Wêwurts Wogen,
so wie du mit Waldkoenigs Geweih
Surts scharfem Schwert entgegentrat’st.
Heil sei dir, Erntegott, Freyr!"
(c) V. Wagner

Anrufung Ings

Mittelerdes maechtiger Herr,
Gewaltiger Hirsch, Elfenkoenig,
Gott des gedeihenden gold’nen Getreides,
Gruener Mann, Heiliger Ing;

In alten Hainen sehen wir dich,
Im Roehren des Hirschs hoeren wir dich,
Im herzhaften Brot schmecken wir dich,
Im Schlagen unserer Herzen fuehlen wir dich;
Deine heilige Macht und Megin gluehen
Im Blute all dessen, das waechst.
Weihe uns, zu dir uns geleite,
Hilf uns dich zu spueren an uns’rer Seite!

Gewaltiger Hirsch, Elfenkoenig,
Gruener Mann, Heiliger Ing;
Weihe uns, zu dir uns geleite,
Hilf uns dich zu spueren an uns’rer Seite!
(c) Steve Wilson; uebersetzt von V. Wagner











Feste, Feiertage, Ritual-Anlaesse

Februar
       Fastnacht
       Mittwinterfest, Disentag
       Siegmond
Maerz
       Idunnafest
       Fruehlingsanfang (21. Maerz)
April
       Lokiblot (1.April)
       Ostara
Mai
       Walpurgis - Sommergrusstag
Juni
       Sommersonnenwende (21. Juni)
Juli
       Hochsommerthing
       Heufest, Fischfest, Hausfest
August
       Brotfest
       Sichelhenke
September
       Herbstgleiche
       Wodanstag, Erntefest
Oktober
       Ahnen- und Elfenfest, Disenopferfest
       Weinfest
November
       Einheriar, Nebelung, Nebelmond

Rituale zu besonderen Gelegenheiten
Geburt
Vom Jugendlichen zum Erwachsenen
       Vom Jungen zum Mann
       Vom Maedchen zur Frau
Heirat
Sterben
Bestattung  

Weitere Rituale
Tagbegruessung
Essenssegnung
Trinksprueche
Reinigungsritual
Weihungsritual
Hammerritual
Asatru-Initiation

Eide
Eid-Beispiele
   Aufnahme-Eid
Ich XXX genannt XXX bitte hiermit um Aufnahme in die Sippe XYZ.
Ich verbinde mich hiermit mit allem was ich bin mit meiner Sippe.
Dies geschieht aus meinem freien Willen.
Ich bin mir dieser Entscheidung und ihrer Tragweite voll bewusst,
nehme jede Folge an.
Ich schwoere bei meinem Gott XXX,
bei meinem Leben,
dass ich dem Pfad der Asen- und Vanentreuen folgen werde.
Ich beschwoere, die Regeln meiner Sippe zu kennen
und sie als die meinen zu akzeptieren, respektieren und
sie nach besten Vermoegen befolgen werde.

Treue- und Friedenseid

Ich schwoere (Zeitraum/ oder fuer immer)
niemanden (aus meiner Sippe) zu beleidigen
niemanden (aus meiner Sippe) zu diskriminieren
niemanden (aus meiner Sippe) zu verhoehnen
niemanden (aus meiner Sippe) zu bedrohen
niemanden (aus meiner Sippe) Gewalt an zu tuen
niemanden (aus meiner Sippe) zu schaden
niemanden (aus meiner Sippe) Respekt zu verwehren
niemanden (aus meiner Sippe) aus zu nutzen
Ich schwoere
jeden (aus meiner Sippe) mit allem was ich bin zu unterstuetzen
jeden (aus meiner Sippe) zu schuetzen
jeden (aus meiner Sippe) Respekt zu schenken
jeden (aus meiner Sippe) freundlich zu begegnen
jeden (aus meiner Sippe) aus Not zu helfen

Dies schwoere ich XXX genannt XYZ


 



Die Goetter mit Euch! Falkin


Tradition meint nicht Asche verstreuen, sondern das Feuer weiterreichen